Vortrag

Die Fünfkuppler der deutschen Bahnen – Reinhold Fröhlich

Freitag 25. Januar 2019 | 19:30 Uhr

War es zu Beginn des Eisenbahnwesens in Deutschland noch kein Problem,
die anfallenden Frachten auf der Schiene zu befördern, wurde es doch nach und nach schwieriger,die erwarteten Leistungen zu erfüllen.

Der Adler mit einer einzigen angetriebenen Achse war den Anforderungen auf der Strecke von Nürnberg nach Fürth natürlich gewachsen, ging es doch sieben Kilometer ohne spürbare Steigungen dahin. Aber bereits die ersten Strecken mit Steigungen und Gefällen quer ins Land brachten höhere Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Lokomotiven. Um diese Leistungen erbringen zu können mussten die Lokomotiven größer und damit auch schwerer werden. Das steigende Gewicht war durchaus erwünscht, stieg doch damit auch die Reibungslast und damit die Möglichkeit, schwerere Züge zu fahren. Allerdings hat jedes Ding zwei Seiten, was von wirtschaftlicher Seite begrüßt wurde bereitete sowohl den Fahrzeugbauern, als auch den Planern von Strecken und Infrastruktur erhebliches Kopfzerbrechen. Der Oberbau, also Schienen und Schwellen waren zu der Zeit keinesfalls so belastbar wie heute und Achslasten im zweistelligen Bereich undenkbar. Außerdem war es unwirtschaftlich, zu große Loks für oft nur geringe Frachten oder leichte Züge einzusetzen. So gab es beim Lokomotivbau bald klare Richtungen, in welche die Entwicklungen gingen. Vier große Linien kann man heute im Dampflokbau nachzeichnen, wir wollen eine davon betrachten, die Loks für den Güterverkehr, der mit den edlen Rössern des Reiseverkehrs ebenso wenig anfangen konnte, wie mit Lokalbahn-oder Rangierloks. Auf diese Güterzugloks wollen wir heute besonders eingehen und uns dabei eigentlich nur auf Loks mit fünf gekuppelten Achsen beschränken, waren diese doch, von einigen Ausnahmen abgesehen, die Krönung der Entwicklung der Güterzugdampfloks in Deutschland und gleichzeitig auch am häufigsten gebaut und europaweit verbreitet. (RF)

Christof Ehnes

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